15 Februar 2006

DAS SÜSSE SCHWEBENDER GEFAHR

Also, ich sag Euch mal was. Erstens gute Kritiken. Das ist schon gut. Aber es kommt noch besser. Zweitens volles Haus. Das ist toll, wirklich toll. Aber es kommt noch viel besser. Denn: Drittens eine Aufführung, nach der alle vor lauter Zauber völlig verdattert von einem Bein auf das andere hüpfen und gar nicht richtig wissen, wohin mit ihren Händen, und die Biergläser vor lauter beseelter Tapsigkeit massenhaft am Boden zersplittern.

So viel Glück ist gefährlich. Weil, so eine Vorstellung ist wie eine erfüllte Sehnsucht, oder ein Traum, ein heftiger. Und dann macht irgend etwas *zoff* und jetzt sitz ich hier, nach all der Aufregung, plötzlich zu Hause und fühle mich ein bisschen wie, so, Prinz Eisenherz, der nach all seinen Abenteuern und besiegten Riesen nach Hause zurückkehrt und dann halt, was, den Müll trennt und allein in seiner Küche sitzt und Kartoffeln schält.

Allein? Nicht ganz. Da ist ja noch meine Labtop-Töle, die treue, und wedelt glücklich mit dem Internetkabel. Also kraule ich nur so zum Spass ein bisschen über die Tastatur und spiele mit diesem Rasterbator rum, via, Mist, hab ich vergessen. Jedenfalls, da kann man ganz faszinierende Sachen mit machen, und also, nur so, zeig ich Euch jetzt ein bisschen von dem, wie das aussieht, wenn ich die Masern habe.

Und irgendwie, passt auf: Bin ich gerade sehr erstaunt darüber, wie wenig Punkte es doch braucht, um sich ein Bild machen zu können.

Erstaunt? Ach, Quatsch. Glücklich!

Kommentare:

Petra hat gesagt…

manchmal braucht man gar nur einen punkt. der muss nicht mal sonderlich groß sein. ob das bild dann am ende der realität entspricht, ist zu vernachlässigen. bis zu dem zeit-punkt, da sich ein weiterer punkt dazu addiert. dann geht man idealerweise ein paar schritte zurück und schaut noch mal mit gebührendem abstand etc.pp.

nameless hat gesagt…

Natürlich sinds die Kartoffeln. Oder das Kabel. Das Rasterdings. Die Tür auf und rein.
"Die Nachwelt flicht dem Mimen keine Kränze..." Hoffentlich. Was will wer in der Nachwelt. Oder mit Kränzen.

Melville hat gesagt…

@petra: ganz meine wahrnehmung. dein erster punkt. der hat mir zum beispiel schon sehr gefallen.

@nameless: hehe. tatsächlich. die nachwelt soll ihre kränze gefälligst selbst tragen. - übrigens, was du sagst, das erinnert mich an wen. entfernt. so was gutaussehendes. genetisch verantwortliches. das clever genug ist, sich zu dieser jahreszeit auf einer kykladischen insel rumzutreiben. punkt?

Neo-Bazi hat gesagt…

Glückwunsch, das freut ehrlich!

Das Eisenherz-Danach Feeling ist jedenfalls besser als das Löwenherz Gefühl. Weniger und andere Tränen. Daran ändert auch die weiße Taube nichts im Fenster.

Und vielen Dank für den Rasterbator Link, große Sache!

mcwinkel hat gesagt…

Hallo Melville, nette Idee, das mit dem Rastubator!

Sonst scheint auch alles gut zu laufen. Bei Ihnen, so.

Schön zu lesen.

Grüße

Melville hat gesagt…

@neo: Dank zurück für die Verlinkung. Richtig, das Löwenherz-Gefühl. Das kommt grad schon wieder, um acht ist Vorstellung. :)

@ professor: freu mich, dass das geklappt hat, mit Ihrem song. bis gleich!

Rohrkrieg hat gesagt…

Freut einen zu hören!
Hätte ja gerne auch im Publikum gesessen...

lightdot hat gesagt…

du hast was von dem jungen yves montand. :-)

freut mich, dass eure vorstellung ein erfolg ist. wenigstens hat sich gelohnt, dass wir hier wochenlang nichts zum lesen bekamen. ;-)

Melville hat gesagt…

@rohrkrieg: danke. war ja schwer versucht, genaueres hier reinzubloggen, datentechnisch. anonymität aber besser, weil: blog nicht diplomtisch zensiert. :)

@pünktchen: wie der junge montand. geht runter wie öl, alles andere wäre gelogen :)